Geschichte - TSV Emmering

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Verein

Die Gründung

Als am 31. Januar 1958 der TSV Emmering im Vereinslokal Bichler aus der Taufegehoben wurde, mussten die Initiatoren des neuen Vereins, Johann Gambos undWalter Czermak, die auf Betreiben von Paul Bichler die Gründungsversammlung einberufen hatten, mit einem unguten Gefühl in die Zukunft blicken, galt es doch, eine Reihe von Schwierigkeiten zu meistern. Der neue Verein hatte weder finanzielle Mittel, noch waren ein Sportplatz, Umkleideräume und andere notwendige Dinge vorhanden. Auch gab es innerhalb der Bevölkerung Widerstand von Leuten, die für einen Sportverein wenig oder gar kein Verständnis aufbrachten.

Fehlte es auch finanziell und materiell an allem, so stand dem Verein doch ein anderes, wichtigeres Startkapital zu Verfügung: die Beigeisterung, der Idealismus und die Tatkraft vieler, die dieser Idee aufgeschlossen gegenüber standen und es begrüßten, dass alle diejenigen, die bisher in Aßling, Rott oder Ostermünchen fahren mussten, um ihren geliebten Fußballsport ausüben zu können, dies nun auch in ihrer Heimatgemeinde tun konnten.

Dass der Verein all die Probleme, die es am Anfang gab und auch in seiner Geschichte zu bewältigen gibt und sich entwickeln, ist der Verdienst aller, die sich Sache des Vereins zu ihrem eigenen machen und in uneigennütziger Weise für den Verein da sind. Die Namen vieler dieser Idealisten werden uns in der Geschichte des TSV begegnen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Verantwortliche in der Vorstandschaft, um Aktive oder um die vielen Helfer handelt, die ungezählten Stunden für den Verein geopfert haben - alle haben dazu beigetragen, dass sich ein funktionierendes Vereinsleben entwickelt hat und Erfolge verzeichnet werden können.

Nicht vergessen dürfen wir die vielen Gönner, die den Verein oft großzügig finanziell unterstützt haben, und die passiven Mitglieder, die dem Verein teilweise schon seit den Anfangsjahren die Treue halten, und das, obwohl manche von ihnen für Sport wenig Interesse haben - sie wollen eben auf ihre Weise den Verein unterstützen.


Das Sportplatzgelände 1958/1959

Aus der Wildnis in der ehemaligen Kiesgrube wurde ein Fußballplatz. Bis der Sportplatz in der ehemaligen Emmeringer Kiesgrube 1959 eingeweiht werden konnte, trug unser Verein die Heimspiele auf einer Wiese westlich des Pfarrbaches aus, die Vereinswirt Paul Bichler zur Verfügung stellte.

Am 27.2.1959 wurden mit den Planierarbeiten durch die Firma Felix Schmid begonnen.

An Pfingsten 1959 fand die Einweihung des Sportplatzes statt:

Den größten Teil des Grundes hatte die Gemeinde zur Verfügung gestellt. Die Grundanlieger Pankraz Oeckl und Maria Maier traten großzügig weiteren Grund ab, so dass die für ein Spielfeld erforderliche Größe – das Fußballfeld war damals 90 x 60 m groß – erreicht wurde. 1967 wurde der Platz auf 100 x 63 m erweitert. Als Pfarrer Albert Michel am Pfingstsonntag 1959 die kirchliche Segnung vornahm, hatten die Sportler monatelang viele Stunden geopfert, um aus der ehemaligen Wildnis eine schöne Sportanlage erstehen zu lassen. 1963 wurde mit einem Kostenaufwand von 2000 DM eine Scheinwerferanlage auf Holzmasten installiert, die den Trainingsbetrieb auch bei Dunkelheit ermöglichte.
Ein Spielfeld für Emmerings Sportverein

Kiesgrube wird zum Fußballplatz –Gemeinde und Bauern stellen den Grund zur Verfügung

Die Bemühungen um einen Sportplatz für Emmering dauern schon lange an, aber erst in den letzten Monaten sind mit der Gründung des Sportvereins die wichtigsten Voraussetzungen dafür geschaffen worden. Was der Gemeinde nie gelungen wäre, die jungen Sportler Emmerings unter Führung des Vereinsvorsitzenden Johann Gambos und des Schriftführers Walter Czermak schafften es in kurzer Zeit. Emmerings Spielfeld ist im Entstehen.

Auf der Gründungsversammlung des Sportvereins war die Platzfrage von entscheidender Bedeutung. Durch das Entgegenkommen der Gemeinde erhielten die Fußballer den Grund in der Kiesgrube am westlichen Ortsrand von Emmering zur Benutzung, aber er war für ein richtiges Feld zu klein. Zwei Grundstücksnachbarn stellten großzügig die benötigten Geländestreifen zur Verfügung. Wenig später ebnete ein Bagger die Fläche ein.

Ein schwieriges Problem war zunächst die Finanzierung des Projekts, aber die Emmeringer ließen ihre Sportler nicht im Stich. Rund 1000 DM wurden zum Ausbau des Platzes gespendet, so dass die Arbeiten wenigstens einmal in Angriff genommen werden konnten. Einen erheblichen Zuschuss erwartet man sich noch vom Bayerischen Fußballverband und auch den Landkreis will Lehrer Czermak um Unterstützung angehen, nachdem die Gemeinde wegen des Schulhausbaues nicht in der Lage ist, den Verein finanziell zu unterstützen.

In der Nähe der Schule

Wenn der neue Sportplatz einmal fertig ist, wird er selbstverständlich auch der Schuljugend zur Verfügung gestellt werden. Ein besonderer Vorteil, den nicht alle Gemeinden des Landkreises für sich buchen können, ist, dass der Platz nur wenige Meter vom Schulhausneubau entfernt ist.

Das Feld, das eine Größe von 100 x 60 m bekommen soll, wird ein genügend großer Sportplatz für die vier klassige Volksschule sein. Die gute Zusammenarbeit zwischen Sportverein und Schule ist schon dadurch gewährleistet, dass Schulleiter Czermak gleichzeitig Schriftführer im Sportverein ist.

Die Kiesgrube, in der das Spielfeld angelegt wird, kann weiterhin ihrer Bestimmung dienen, da nur ein Teil benötigt wird. Als Schuttabladeplatz wird sie allerdings in Zukunft kaum mehr verwendbar sein. Wenigstens hofft der Sportverein, dass sich ein anderer Platz für Abfälle finden lässt. Es wäre ein unschönenes Bild, wenn unmittelbar neben dem Fußballfeld ein Müllhaufen emporragte.

Wachsende Mitgliederzahl

Die Mitgliederzahl des erst vor wenigen Monaten gegründeten TSV Emmering wächst von Tag zu Tag. Im Augenblick sind es rund 70 eingeschriebene Mitglieder, die zum größten Teil zu den Senioren zählen. Eine Werbung unter der Jugend wird eine der nächsten Aufgaben des Vereins sein. Um die Mannschaften braucht man sich allerdings kaum Sorgen zu machen, kommt doch eine Reihe von Spielern aus der Mannschaft des TSV Aßling. Sie hatten bisher keine Gelegenheit, in ihrer Heimatgemeinde ihrem Hobby Fußball zu frönen. Auch im ASV Rott und im Sportverein Ostermünchen spielten Emmering und Hirschbichler, die in Zukunft den TSV Emmering verstärken werden.

EZ, 13.3.1958

1958: Die erste Fußballmannschaft unseres Vereins
Diese Mannschaft bestritt am 4. Mai 1958 das erste Spiel unseres Vereins. In Aßling unterlag sie gegen die dortige Reservemannschaft zwar mit 8:2, doch der Zeitungsbericht war recht positiv:
„... Im Vorspiel standen sich einem Freundschaftsspiel die 1. Mannschaft des neugegründeten TSV Emmering und die 2. Mannschaft des TSV Aßling gegenüber. Die junge Elf von Emmering zeigte gute Spielauffassung und konnte in der ersten Halbzeit das Spiel auch noch etwas offen gestalten ...“
Die Spieler der ersten Stunden waren: Erich Hofstetter, Andreas Kiermeier, Alfred Krossner, Josef Schwinghammer, Adolf Niedermeier, Johann Engl, Andreas Schwinghammer, Roman Finsterwald, Josef Hahn, Anton Keil, Rupert Sporer.
Am 11.5.1958 wurde beim Spiel in Großholzhausen der erste Sieg in einem Freundschaftsspiel errungen. Man siegte mit 2:1.



4. Mai 1958 - wohl in Aßling



11. Mai 1958 in Großholzhausen



11. Mai 1958 in Großholzhausen
1958: Die erste Jugendmannschaft des TSV Emmering
Am 4. Mai 1958 bestritt die Jugendmannschaft ihr erstes Spiel. Sie unterlag in Ostermünchen knapp mit 1:0. Im Vereinskasten war auf dem Anschlag mit der Mannschaftsaufstellung vermerkt: „Unsere Jugendspieler versammeln sich gegen 12 Uhr in Emmering und fahren mit den Fahrrädern nach Ostermünchen. Jeder Spieler muss ein weißes Turnhemd oder ein einfaches weißes Hemd mitbringen, weil wir kein Dress mehr beschaffen konnten.“
Am 17. August 1958 trat die Jugendmannschaft in Hohenthann zum ersten Verbandsspiel an. Bei der 1:4 Niederlage schoss Richter auf Vorlage von Bergmann den Ehrentreffer. Den ersten Punktspielsieg errang die Mannschaft am 14. September 1958 in Schechen. In der Ebersberger Zeitung hieß es:
„Im Gegensatz zum Spiel der 1. Mannschaft (sie hatte 9:2 verloren) hat die Emmeringer Jugend einen prächtigen 6:0 Sieg erzielen können. Wenn man bedenkt, dass Brandl allein fünf Bälle an die Latte schoss, so kann der Gegner mit dem Ergebnis recht zufrieden sein.“ Die Torschützen waren Brandl 3, Straßmaier, Mader und Kratschmar.
Andere Spiele gingen jedoch zum Teil recht hoch verloren, z.B. 10:0 gegen Kolbermoor, wobei Bayer eine noch höhere Niederlage verhinderte. Laut Spielbericht war es eine „reine Abwehrschlacht, auch nicht ein Lichtblick“ sei zu erkennen gewesen.
Folgende Spieler wurden eingesetzt: Kratschmar, Bergmann, Brandl, Kobler, Heinrich, H. Prorombka, Strassmeier, Krampitz, Röllnreiter, Bayer, E. Porombka, Mader, Richter, Johann Wagner. Jugendleiter war Anton Keil.

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